UK Payroll für dein Team
Dein erster Mitarbeiter in UK oder dein wachsendes Team: Anmeldung und Lohnabrechnung sind geregelt, und wir führen dich auf Deutsch.
| Anmeldung | vor dem ersten Zahltag, höchstens 2 Monate vorher |
| Meldung an HMRC | Full Payment Submission an oder vor jedem Zahltag |
| Arbeitgeberbeitrag National Insurance | 15 Prozent über 5.000 Pfund Jahreslohn |
| Employment Allowance | bis 10.500 Pfund für berechtigte Arbeitgeber |
| Persönlicher Freibetrag | 12.570 Pfund |
| Pension | automatische Einschreibung ab 22 Jahren und 10.000 Pfund Jahreslohn |
Lohn in Großbritannien läuft über PAYE
In Großbritannien zieht der Arbeitgeber Lohnsteuer und Sozialversicherung direkt vom Gehalt ab und führt sie an HMRC ab. Das System heißt PAYE, Pay As You Earn. Jede Gehaltszahlung wird HMRC in Echtzeit gemeldet: an oder vor jedem Zahltag geht eine Full Payment Submission raus, mit Lohn und Abzügen jedes Mitarbeiters. Wer nicht oder zu spät meldet, bekommt Mahnungen und unter Umständen Strafen.
Bevor der erste Lohn fließt, muss der Arbeitgeber bei HMRC angemeldet sein. Die Anmeldung geht frühestens 2 Monate vor dem ersten Zahltag, die PAYE-Referenz kommt per Brief. Auch eine Limited, deren einziger Angestellter ihr eigener Direktor ist, muss sich anmelden.
Ohne Firma in UK: wer muss abrechnen?
Das ist die Frage, die deutsche, österreichische und Schweizer Arbeitgeber am häufigsten stellen. PAYE gilt nur für Arbeitgeber mit einer steuerlichen Präsenz in Großbritannien. Eine Niederlassung, eine Agentur oder ein Repräsentanzbüro begründet diese Präsenz. Ein Mitarbeiter, der von zu Hause aus arbeitet und Kunden besucht, begründet sie nach Ansicht von HMRC dagegen noch nicht.
Ohne Präsenz darfst du PAYE trotzdem freiwillig abrechnen, und das ist meist der saubere Weg, weil dein Mitarbeiter dann ganz normal über die Lohnabrechnung versteuert wird. Arbeitet dein Mitarbeiter für eine britische Gesellschaft, etwa eine Tochter oder einen Kunden, muss diese Gesellschaft PAYE abrechnen, wenn du es nicht freiwillig tust. Das überrascht manchen Kunden unangenehm. Wir klären das vorab schriftlich.
Wer ohnehin eine britische Gesellschaft gründet, rechnet über sie ab. Den Weg dahin beschreibt unsere UK Limited Gründung.
Die wichtigsten Zahlen 2026/27
Das britische Steuerjahr läuft vom 6. April bis zum 5. April. Diese Werte gelten für 2026/27.
| Posten | Wert |
|---|---|
| Persönlicher Freibetrag Lohnsteuer | 12.570 Pfund im Jahr |
| Arbeitgeber-National-Insurance (Kategorie A) | 15 Prozent |
| Schwelle für Arbeitgeberbeiträge | 5.000 Pfund im Jahr |
| Employment Allowance | bis 10.500 Pfund im Jahr |
| Pension: automatische Einschreibung | ab 22 Jahren bis Rentenalter, ab 10.000 Pfund Jahreslohn |
GOV.UK: Rates and thresholds for employers 2026 to 2027; Set up and manage a workplace pension scheme
Was ein Gehalt in UK den Arbeitgeber kostet
Ein einfaches Rechenbeispiel für 2026/27, ohne Boni und Sachbezüge: Du zahlst einem Mitarbeiter 40.000 Pfund Jahresgehalt. Auf den Teil über der Schwelle von 5.000 Pfund fallen 15 Prozent Arbeitgeber-National-Insurance an, also 5.250 Pfund. Dazu kommt dein Beitrag zur betrieblichen Pension nach den Regeln der automatischen Einschreibung. Ist dein Unternehmen für die Employment Allowance berechtigt, mindert sie die Arbeitgeberbeiträge um bis zu 10.500 Pfund im Jahr; ob du berechtigt bist, wird bei der Anmeldung geprüft.
Lohnsteuer und Arbeitnehmerbeiträge zieht der Arbeitgeber vom Bruttolohn ab, sie belasten das Gehalt des Mitarbeiters, nicht dein Budget. Für die Planung heißt das: Rechne zum Bruttogehalt die Arbeitgeberbeiträge und die Pension, dann hast du die echten Kosten eines Arbeitsplatzes in Großbritannien. Wer Mitarbeiter in mehreren Ländern vergleicht, bekommt von uns die britische Seite sauber aufgeschlüsselt.
So richten wir deine UK-Lohnabrechnung ein
Von der ersten Frage bis zum ersten Payslip. Du lieferst die Daten, wir halten alles zusammen.
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1. Prüfung
Wer ist Arbeitgeber, gibt es eine Präsenz in UK, wo wohnt und arbeitet der Mitarbeiter, wie lange? Daraus folgt, wer PAYE abrechnet und ob Sonderverfahren in Frage kommen.
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2. Anmeldung
Der Arbeitgeber wird bei HMRC angemeldet, rechtzeitig vor dem ersten Zahltag. Du bekommst die PAYE-Referenz und die Zugangsdaten.
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3. Mitarbeiter aufnehmen
Starterdaten, Steuerklasse (Tax Code), National-Insurance-Nummer, Bankverbindung, Pension. Die Pensionspflicht beginnt mit dem ersten Mitarbeiter.
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4. Monatlich abrechnen
Du meldest Gehalt, Boni und Abwesenheiten. Daraus entstehen Abrechnung, Payslips und die Meldung an HMRC. Du überweist Lohn, Abgaben und Pensionsbeiträge.
Mitarbeiter entsenden: Sonderverfahren, die HMRC anbietet
Wer Mitarbeiter nur für kürzere Zeit nach Großbritannien schickt, muss nicht immer voll abrechnen. Für Mitarbeiter aus Ländern mit Doppelbesteuerungsabkommen, die höchstens 183 Tage in 12 Monaten in UK sind, gibt es ein Verfahren für kurzfristige Geschäftsreisende. Für Mitarbeiter, die teils in UK und teils im Ausland arbeiten, kann der Arbeitgeber seit dem 6. April 2025 HMRC mitteilen, dass er PAYE nur auf einen Teil des Lohns anwendet. Und für Expatriates mit Nettolohnzusage gibt es Verfahren für den Steuerausgleich.
Welche Sozialversicherung gilt, hängt vom Heimatland und von der Dauer ab. Das klären wir mit dir und deiner Lohnabrechnung zu Hause, bevor der Mitarbeiter fährt. Die Einzelheiten zur Steuer des Mitarbeiters selbst, vom Wohnsitz bis zum Split Year, gehören in ein Beratungsgespräch.
Häufige Fragen
Ich habe nur einen Mitarbeiter im Homeoffice in England. Brauche ich das wirklich?
Dein Mitarbeiter schuldet Lohnsteuer in UK, sobald er dort ansässig ist und arbeitet. Ob du als Arbeitgeber abrechnen musst oder freiwillig abrechnest, klären wir in der Prüfung. Gar nichts zu tun ist selten die beste Lösung, auch für deinen Mitarbeiter.
Kann mein Mitarbeiter selbst zahlen?
HMRC kennt Verfahren, bei denen der Arbeitnehmer Steuer und Beiträge selbst abführt. Ob das für dich passt, hängt am Einzelfall. Wir zeigen dir die Varianten mit ihren Folgen.
Was ist mit Firmenwagen und anderen Sachbezügen?
Sachbezüge sind in UK steuerpflichtig und werden gemeldet. Das Merkblatt erklärt die Grundregeln, Einzelheiten zum Dienstwagen folgen in unseren Fachbeiträgen.
Brauche ich für den Mitarbeiter ein Visum?
Wer kein Aufenthaltsrecht in UK hat, braucht für die Arbeit dort ein Visum.